Archiv für die Kategorie 'Zattoo'

06
Aug

Referendum gegen Biometrische Schweizer Pässe und Identitätskarten

Nicht vergessen: Auf der farblich etwas missratenen Webseite der Freiheitskampagne den Unterschriftsbogen herunterladen, ausdrucken und im Freundeskreis und bei Nachbarn lobbyieren! Dabei sollte man sich nicht durch die überparteiliche Unterstützungsliste irritieren lassen (oder wie Kire es so schön als streckenweises Gruselkabinet formuliert).

Seit dem ersten Artikel ‘Biometrische Pässe kommen - na und? Ich hab nichts zu verbergen..!
‘ zu der Thematik hier im Blog wurde zusätzlich auf die Möglichkeit verzichtet, Identitätskarten ohne biometrische Daten auszustellen. Die Schweiz mutiert immer mehr zum Überwachungsstaat

10
Apr

Webseiten programmieren mit HTML/CSS/PHP

Der Zeitungsjunge hat soeben eine druckfrische Email von Kire aus dem Computerlabor in mein Postfach gelegt! Für alle angehenden Programmierer gibt es eine Einführung in HTML/CSS/PHP. Aber lest selber…

Hallöle

Nicht vergessen! Am Montag 21. April startet der Dreiteiler zum Thema
"Webseiten programmieren mit HTML/CSS/PHP".

Zuerst wird es eine kurze Einführung in die Funktionsweise des WWWs
geben. Anschliessend werden wir uns Stück um Stück die
Programmier-Techniken aneignen und dabei eine eigene Webseite erstellen,
welche auch gleich publiziert werden kann.

Das Thema ist betriebssystemunabhängig - und demnach auch für
FensteranwenderInnen und BenutzerInnen von angebissenem Obst spannend.
Dennoch wird auch Zeit für konkrete (Ubuntu-) Wünsche und Fragen übrig
bleiben. Los geht's um 20.00 Uhr in der KuZeB-Läsothek.

Der zweite und dritte Teil steht am 12.05. resp. 09.06.2008 auf dem
Programm. Und im Herbst steht dann eine Einführung in Ubuntu Studio an -
der Ubuntu-Version für Kreative, die viel in den Bereichen Audio, Video
und Grafik arbeiten.

Alles weitere steht wie immer hier geschrieben:
http://www.kire.ch/linux/computerlabor.htm

Grüssle & bis dänne
Kire

Auch wenn PHP nicht meine liebste Sprache ist, ist sie doch sehr wichtig, da gerade im Open Source bereich sehr viele Applikationen in PHP geschrieben sind. PHP an sich als Sprache finde ich schon ok, ich vermisse bei den meisten Anwendungen einfach eine anständige MVC-Architektur. Das erinnert mich gerade daran, dass es langsam an der Zeit wird das ich auch einmal etwas zum Computerlabor beitragen könnte, z.B. einen Ruby on Rails Workshop… Mal sehen.

Auf jeden Fall ein grosses “Hallöle” und Dankeschön an Kire!

13
Mrz

Biometrische Pässe kommen - na und? Ich hab nichts zu verbergen..!

Man hat es ja schon geahnt und jetzt ist es soweit: in der Schweiz wird der Pass 06 nach dem anderthalbjährigen Pilotprojekt definitiv eingeführt. Klar gibt’s noch die gute alte Identitätskarte; günstig und ohne elektronisch erfasste biometrische Daten wie ein Foto und die Fingerabdrücke. Aber wer einen Pass braucht, der bekommt nur noch den Pass 06, wo dann die Daten auch in der zentralen Datenbank des Bundesamts für Polizei gespeichert wird.

(Nachtrag: Die Identitätskarte wird’s leider auch bald nicht mehr ohne Biometrische Merkmale geben -in Zukunft wohl eine Glatze rasieren und einen Strichcode draufmachen müssen? :-(

Und die Preise sollen auch familienfreundlich sein! Von aktuell 250.- pro Pass sollen diese voraussichtlich auf 68.- für Kinder- und 148.- für Erwachsene fallen. Irgendwann. Na das klingt doch fair, oder?

Ok, mal kurz rechnen… Annahme: eine fünfköpfige Familie - die Eltern: George (36) und Hillary (38) - dazu noch drei niedliche Kinder: Obahma (6), Wolfgang (3) und die kleine Angela (3 Monate). Neue Pässe 03 für alle kosten 405 Fränkli. Neue Pässe 06 kommen da schon auf happigere 1110 Batzen - ein kleines Plus von lächerlichen 705 Punktstrichen (.-), also nur fast dreimal (genau 2¾) so teuer. Dafür sind die Pässe der Eltern auch nur noch halb so lange gültig, nämlich lediglich fünf Jahre lang anstatt wie vorher 10 Jahre. Also halb so viel Leistung für fast dreimal soviel Geld. Na da sagen wir doch Dankeschön und Merci!

Aber rechnen wir doch einfach einmal weiter: die Kosten der selben Familie für die nächsten 13 Jahre. Hier die tabellarische Berechnung und auch jeweils eine nette Grafiken dazu:

Pass 03

Hier die Kosten was wir bis anhin bezahlt haben, damit die ganze Musterfamilie in den nächsten dreizehn Jahren gültige Pässe hat:

Tabelle der Passkosten für den Pass 03

Grafik der Passkosten für den Pass 03


Pass 06 - voraussichtliche Preise

Voraussichtlich sollen die Pässe irgendwann einmal soviel Kosten wie unten gezeigt. Einziger Anhaltspunkt ist die wohl ansteigende “Nachfrage” und die damit verbundene Preissenkung durch günstigere Produktionskosten. Aber ob und wann das dann wirklich so kommt kann natürlich niemand genau sagen…

Grafik der voraussichtlichen Passkosten für den Pass 06

Grafik der voraussichtlichen Passkosten für den Pass 06


Pass 06 - aktuelle Preise

Soviel kostet der Spass für die ganze Familie mit den aktuellen Preisen in den nächsten dreizehn Jahren:

Tabelle der aktuellen Passkosten für den Pass 06

Grafik der aktuellen Passkosten für den Pass 06


Gesamtkostenvergleich

Die Gesamtkosten im direkten Vergleich. Egal wie es schlussendlich kommt, eines wissen wir ganz genau: teurer wird es auf jeden Fall - aktuell nur fast dreimal so viel.

Gesamtkostenvergleich der Pässe


Da freuen wir uns natürlich alle ganz toll darauf - und natürlich auch auf den lustigen Familienausflug ins Erfassungszentrum…


Ich hab nichts zu verbergen

Also übers Portemonnaie wird es definitiv einige Leute Schmerzen, aber was ist mit der “Ich-hab-nichts-zu-verbergen”-Fraktion? Kein Problem damit, das alle Biometrischen Merkmale zentral gespeichert werden? Die sind doch sicher gut aufgehoben, oder?

Nun ja, es gibt kein perfektes System und wird es wohl auch nie geben. Egal welchen Aufwand man betreibt, sicher ist kein System hundertprozentig - weder bei der Bank noch beim Bund. Wer es nicht glaubt soll selber lesen: zum Beispiel hier und hier. Und das wird nur die Spitze des Eisberges sein. Keine Firma oder Behörde wird freiwillig eine Datenpanne zugeben wenn sie nicht wirklich muss!

Aber es ist doch egal wenn diese Daten in falsche Hände kommen, was sollen die damit schon anfangen? Die Datensammler wollen möglichst viele Daten miteinander Verknüpfen um den gläsernen Menschen Realität werden zu lassen: bessere Profile helfen dann bei der Kredit- und Hypothekenvergabe, bei der Mitarbeiter-Suche oder einfach beim Online einkaufen, um nur einige zu Nennen. Kriminelle Organisation sind am elektronischen Fingerabdruck interessiert: Der Gratis Eintritt ins Hallenbad oder der kostenlose Einkauf in einem Supermarkt dürften dann wohl die kleinsten Probleme sein.

Aber sind das nicht kleine Einbussen im Vergleich dafür, besser von diesen bösen Terroristen geschützt zu sein? Da kann man wohl ein kleines Opfer erwarten, oder? Statistisch gesehen ist aber leider die Wahrscheinlichkeit von einer Leiter in den Tod zu stürzen wesentlich grösser als der Tod durch Terroristen! Wieso also der ganze Aufwand - einen abrufbaren, polizeilichen Leiterdienst gibt es doch auch nicht? Die Antwort ist recht einfach: die totale Überwachung.

Na und jetzt? Wie gesagt: “ich habe nichts zu Verbergen”, bin ich doch ein redlicher Bürger! Oder? Ich arbeite schon seit einem Jahrzehnt fast täglich mit riesen Datenmengen und kann wahrlich ein Lied davon singen: Es gibt immer irgend welche falsche oder inkonsistente Datensätze! Das Problem für den normalen, braven Bürgen ist nicht, dass er bei etwas Illegalem erwischt wird, sondern die falsche Verarbeitung der Daten! Dies kann zum Beispiel durch eine nicht erfolgreiche Datenbereinigung bei einem Data Minig der Fall sein, welches unter anderem durch eine Gesichtserkennungssoftware gewonnene Daten durch die Videoüberwachung im öffentlichen Raum und den zentral gelagerten Passbildern passiert. Und plötzlich soll man für etwas gerade stehen mit dem man nichts zu tun hat! Die System sind ja über alle Zweifel erhaben und arbeiten zuverlässig. Bei einem Foto kann man zumindest noch auf Aufklärung hoffen, in anderen Fällen kann es aber dümmer enden.

Fiktion? Zukunftsmusik? Denkste! Hier eine kleine Geschichte aus meinem Arbeitsleben die wirklich passiert ist:

Es war einmal ein netter Herr X. Dieser war ein redlicher Bürger und arbeitet hart, lies sich nie etwas zu Schulden kommen und zahlte seine Rechnungen immer pünktlich. Oft und gerne machte er Gebrauch vom Online-Shopping und genoss die Vorzüge der bargeldlosen Zahlungsmittel. Herr X wohnte in einem grossen Wohnhaus und lustiger weise wohnte im selben Haus auch ein anderer Herr mit dem genau gleichen Namen. Dieser jedoch war schon länger Arbeitslos und hatte Mühe all seine Rechnungen zu Bezahlen. Aber egal, er war trotzdem auch ein netter Kerl.

Nach einer gewissen Zeit zog es unseren gut verdienenden Herr X wieder weiter in ein schönes Haus und er genoss seine spärliche Freizeit. Plötzlich jedoch konnte er keine Artikel mehr bei gewissen Internetshops bestellen - ausser auf Vorauskasse! Aber früher hat es doch auch immer problemlos funktioniert, wieso zicken den auf einmal diese blöden, elektronischen Systeme?

Zum Glück war Herr X der Verantwortliche bei einem dieser grossen Schweizer Online-Shopping-Plattformen und stellte per Zufall fest, dass seine Bonität bei Intrum in den Keller gesackt ist. Durch seine Position und der Geschäftsbeziehung zu Intrum war dann das Problem schnell lokalisiert und auch behoben: Beim Umzug sind die beiden Datensätze verwechselt worden.

Aber was ist mit jemandem der nicht dieses Glück hat? Die Bank verweigert einem die Hypothek und man kann sich das schon sicher geglaubte Traumhaus nicht finanzieren? Solange es nur um den Konsum geht, könnte man meinen ist alles nur halb so schlimm. Was aber wäre, wenn bei einem kaltblütigen Raubmord Fingerabdruckattrappen von zufällig deinen, geklauten und verkauften Fingerabdruckdaten verwendet worden wären?

Na dann gute Nacht!

06
Feb

Blog, Podcast, Newsfeeds im Computerlabor

Am 11. Februar gibt es im Computerlabor einen neuen Workshop zum Thema ‘Blog, Podcasts, Newsfeeds’. Aber lest doch selber, was uns Kire diesmal zu Berichten hat:

Hoihoi

Der nächste Workshop steht bereits wieder an. Dieses mal ist das Thema
"Blog, Podcast, Newsfeeds":

Weblogs sind meist von Einzelpersonen oder kleineren Gruppen geführte
Tagebücher oder Journale zu bestimmten Themen. Da sie ohne viel
technischem Verständnis und ohne grossem Aufwand zu führen sind, haben
sie in den letzten Jahren das WWW massgeblich verändert. Wir werden uns
am Workshop der Blogosphäre aus einem technischen und zusätzlich auch
gesellschaftlichen Blickwinkel nähern. Während in Blogs Texte im
Vordergrund stehen, dient Podcasting der Veröffentlichung von Audio-
und Video-Daten. Und zu guter Letzt werden wir uns anschauen, wie wir
Dank Newsfeeds einfach auf dem Laufenden bleiben, wenn Beiträge auf
unseren Lieblingssites hinzukommen oder sich ändern - ohne regelmässig
vorbeisurfen zu müssen.

Das Thema ist betriebssystemunabhängig - und demnach auch für
Windows-, MacOS- und sonstige BenuterInnen spannend. Dennoch wird Zeit
für konkrete (Ubuntu-) Wünsche und Fragen übrig bleiben. Los geht's um
20.00 Uhr.

Die nächsten geplanten Workshops sind:

Mo. 10.03.2008: Computerlabor: Telefonie, Chat, Instant Messaging
Mo. 14.04.2008: Computerlabor: Webseiten programmieren mit HTML/CSS/PHP
Mo. 12.05.2008: Computerlabor: Webseiten programmieren mit HTML/CSS/PHP
Mo. 09.06.2008: Computerlabor: Webseiten programmieren mit HTML/CSS/PHP

Achtung: Die Webseiten-Daten könnten sich noch ändern.

Und alles weitere lässt sich wie immer hier finden:
http://www.kire.ch/linux/computerlabor.htm

Grüssle & bis dänne
Kire

Zu diesem spannenden Thema wird uns Kire sicher wieder einmal einige interessante Dinge zu erzählen wissen. Zu meiner Schande muss ich hier einmal gestehen, dass ich es selber noch nie an ein Computerlabor gewesen bin - mit einer Horde Kinder und einer Fortbildung ist mein Zeit und Energie leider begrenzt. Aber zum Glück habe ich ja zu Hause selber ein kleines Computerlabor ;-)

01
Jan

DRM frei ins neue Jahr…

Dies ist die Geschichte eines Musikliebhabers, der eigentlich immer sehr gerne sein Geld für gute Musik ausgegeben hat. Zuerst für Kassetten und Schallplatten, danach für massenweise CDs. Gute Musik war mir schon immer einen guten Batzen wert. Doch leider war der Platzverbrauch der geliebten Musiksammlung immens und zeigte erste Abnutzungserscheinungen, so dass ich eines Tages beschloss, die Sammlung in den Estrich zu verbannen und in Zukunft meine Musik digital von einer Harddisk im Haushalt zu verteilen.

Als es dann endlich möglich war mit iTunes Musik in der Schweiz digital zu kaufen, machte ich regen Gebrauch davon. Ja ich weiss, der iTunes Laden ist DRM verseucht und ich habe mir die ganze Sache lange überlegt. Ich wollte bewusst ein Zeichen setzten, dass es nicht nur böse P2P Nutzer gibt, sondern auch Leute die gerne für Musik bezahlen.

Doch Ende 2007 kam es dann knüppeldick: Zuerst kamen die ungerechten SUISA-Abgaben und kurz darauf die Änderungen am Urheberrecht, welche das Umgehen von Kopierschutzmassnahmen verbieten. Tja, dass brachte dann das Fass zum überlaufen und ich kaufte mir extra eine Lizenz für VMWare Fusion, damit ich mit dem Windows Program QTFairUse6 meine geliebte Musik befreien konnte.

Seit heute besitze ich keine einziges DRM verseuchtes Musikstück mehr und werde ich Zukunft auch nie mehr dafür Geld ausgeben. Private Musikdownloads sind ja in der Schweiz weiterhin erlaubt, also werde ich nun von meinen Möglichkeiten Gebrauch machen, obwohl irgendwie ein fahler Beigeschmack bleibt - ich möchte wirklich gerne für Musik bezahlen, aber möglichst direkt dem Künstler und nicht der Musikmafia.




September 2010
M D M D F S S
« Jun    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
27282930  

Werbung


Buttonitis