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Sep
06

Die Evolution von Mac OS X

Apple’s Mac OS X wird immer beliebter. Ein Grund dafür dürfte sicher die Kombination aus einem robusten FreeBSD-Unterbau mit einer intuitiven Benutzeroberfläche sein. Wer den Computer gerne ausschliesslich als Anwender für das Surfen im Internet, Email und kleine Briefe schreiben benutzen will, der findet sich sehr schnell zurecht.

Für den anspruchsvolleren Anwender, der sich auch in der Shell zu Hause fühlt, bietet OS X auch einiges. Mit Fink und MacPorts (früher DarwinPorts) existieren zwei Projekte, welche Unix Open Source auf den Mac bringen. Für beide existieren auch grafische Nebutzeroberflächen: Für Fink ist dies der FinkCommander und für MacPorts PortAuthority. Für letzeres gibt es aber nur eine X11 Version gratis, die Aqua Version muss bezahlt werden.

Die Benuzeroberfläche des FinkCommanders:

FinkCommander

… und die von PortAuthority:

PortAuthority

Seit OpenDarwin bekannt gab seine Pforten zu schliessen, hat sich DarwinPorts in MacPorts umbenannt und zügelt das Projekt nun zu MacForge.

Ob man sich nun für Fink oder MacPorts entscheidet hängt wohl vom eigenen Bedürfniss ab: Bei Fink ist das GUI FinkCommander etwas reifer als PortAuthority und daduch für den Anfänger sicher erste Wahl. Schlussendlich hängt es aber auch von der gewünschten Software ab, denn MacPorts und Fink haben keineswegs die gleiche Software im zentralen Repository, und wenn, dann unter Umständen nicht in der gleichen Version. Fink hat auch deutlich mehr Pakete im Angebot: 6842 im Gegensatz zu 3420 bei MacPorts. Aber es ist auch gut möglich, dass die gewünschte Software trotzdem nur bei MacPorts zu finden ist. Da bleibt einem nichts anderes übrig als sich zuerst bei beiden Projekte nach der gewünschten Software zu informieren: Fink sowie auch MacPorts haben eine Packetdatenbank online.

Natürlich können auch beide Paketsysteme parallel installiert werden, da Fink sich nach /sw und MacPorts sich nach /opt/local installiert.

Mit Fink und MacPorts kann man sehr einfach auf einen riesigen Softwareschatz zugreifen, egal ob Tools für die Kommandozeile, anspruchsvolle Serverdienste, alle möglichen Programmiersprachen, Büroprogramme oder auch Spiele. Für fast jeden Anspruch existiert in der Open-Source Welt gratis eine kleine Perle…




1 Kommentar zu “Die Evolution von Mac OS X”



  1. Gravatar-Bild 1 michi 19. Sep 2006 um 12:07

    Gentoo Linux kann man auch unter Mac OS X installieren. Somit existieren drei Möglichkeiten um Unix Software unter OS X komfortabel zu Installieren. Das Projekt Metapkg versucht durch eine Koordination der drei Projekte doppelten Aufwand und Infrastruktur zu Vermeiden.

Kommentare sind zur Zeit deaktiviert.

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